HB Strategie-Hartwährungsanlagen (WKN:A1JKJA/ISIN:LU0678488023)

Wir sind es gewohnt, die Welt aus dem Blickwinkel einer Hartwährung heraus zu betrachten. Die DM war eine der härtesten Währungen der Welt und bei der Einführung des EURO hat Deutschland die Stabilitätskriterien so durchgesetzt, dass auch der EURO eine Hartwährung wird.

Die Mehrheit der Anleger hat noch nicht bemerkt, dass diese Zeiten spätestens mit den jüngsten EU Beschlüssen vorbei sind. Der EURO-Raum verfehlt alle Stabilitätskriterien dramatisch und mit den beschlossenen Aufkaufprogrammen von Staatsanleihen hat Deutschland als ehemals seriös haushaltender Staat seine Sonderrolle aufgegeben. Man muss hier bedenken, dass selbst Frankreich unter einem Defizit von deutlich über 6% leidet, von Italien, Spanien etc. ganz abgesehen. Deutschland kann sich diesem Konzert nicht entziehen.

Kein Drama, auch mit einem weichen Euro wird sich gut leben lassen. Die Italiener mit der Lira und die Spanier mit der Peseta lebten vor dem EURO auch nicht schlecht und jetzt wird der EURO Nachfolger dieser Währungskategorie. Also keine Panik. Allerdings, wo es Verlierer gibt, da gibt es auch Gewinner. US$, GBP und Yen sind zwar nicht besser, aber die wenigen Staaten, die ihren Haushalt in Ordnung gehalten haben, werden langfristig als echte Hartwährungsregionen prosperieren.

Das Besondere ist, dass man in einer Weichwährung normalerweise durch höhere Zinsen entschädigt wird – sonst würde man keine Anleihen kaufen. Da sich die überschuldeten Staaten aber keine Marktzinsen leisten können, greifen die Zentralbanken und Aufkaufprogramme in den Markt ein. Damit werden die Zinsen künstlich niedrig gehalten. Im Gegensatz dazu haben viele exzellent haushaltende Staaten mit Hartwährungen die Zinsen schon den Inflationserwartungen angepasst. Die Zentralbanken sind dort noch unabhängig und die Staaten können sich eine solche Politik leisten. Unter dem Strich führt das dazu, dass man mit einem breit gestreuten Depot mit sicheren Anleihen in Hartwährungen deutlich höhere Zinsen bekommt, als zum Beispiel in Deutschland oder den USA.

Die Hoerner Bank hat zusammen mit Dr. Andreas Beck ein Portfolio entwickelt, welches breit gestreut in hervorragende Anleihen in Währungen investiert, die den ehemaligen EU Stabilitätskriterien genügen. Viele auch institutionelle Anleger wünschen sich ein solches Portfolio aus gutem Grund. Letztendlich wird damit die Möglichkeit geschaffen, die EU Politik mit den eigenen Reserven nicht mitzugehen. Im übertragenen Sinne holt man sich für die eigenen Reserven die DM zurück.

Das Portfolio ist nicht einfach umzusetzen, weil die entsprechenden Anleihen nur an den jeweiligen Heimatbörsen gut gehandelt werden. Um das Portfolio dennoch Privatanlegern zu öffnen, wurde der Fonds HB Strategie-Hartwährungsanlagen als erster seiner Art in Deutschland geschaffen.

Im Kern besteht dieses Portfolio aus Staatanleihen von Ländern wie Norwegen, Schweiz, Australien und Schweden. Aber auch diejenigen Länder sind sehr interessant, bei denen man heute schon absehen kann, dass sie den Stabilitätskriterien in absehbarer Zeit vollumfänglich genügen. Hier ist zum Beispiel die Türkei zu nennen.

Insgesamt ist bei Schwellenländeranleihen allerdings Vorsicht geboten. Denn: Ohne Rechtssicherheit für den Investor ist alles nichts. Und diese ist in vielen Regionen noch nicht gegeben. Man muss davon ausgehen, dass in der nächsten Krise in den Schwellenländer wieder wenig Rücksicht auf ausländische Anleger genommen wird. Argentinische Staatsanleihen oder das Russische Unternehmen Yukos sind hier Beispiel der jüngeren Vergangenheit.